Türkische Süßspeisen

 

Während es im Süden eher ruhig und idyllisch zu sich geht, sind die Straßen im Neuköllner Norden 24 Stunden in Bewegung. Es ist das florierendste Viertel der Stadt und erlebt seit den letzten Jahren einen unerwarteten Wandel vom Problemkiez zum hippen Wohnort. Kein anderer Ort in Berlin verfügt über soviel Gegensätze und verschiedene Gesichter.

Für jeden, der sich an den klassischen Berliner-Sehenswürdigkeiten satt gesehen hat und nun das echte Berlin erleben möchte, ist dies die ideale Tour. Taucht ein in das Neuköllner Leben und lasst euch faszinieren von dem Trubel und der Ruhe, die euch hier begegnen wird.

 



Willkommen in Little Libanon – Die Sonnenallee

„Little Libanon“ oder auch „Die arabische Straße“ – die knapp 4,5 km lange Sonnenallee im Norden Neuköllns ist spätestens seit dem gleichnamigen Film von 1999 deutschlandweit bekannt. Diese Straße hat alles erlebt, alles gesehen und ist seit neuestem beliebter Wohnort. Ihr Schmuddelimage konnte die Sonnenallee immer noch nicht ganz abschütteln, trotzdem steigt das Interesse und die Mieten in unvorstellbare Höhen. Beim Schlendern über die viel zu engen Bürgersteige schießen einem die schönsten Gerüche der türkisch-arabischen Restaurants und Bäckereien in die Nase. Hippe Szene-Cafés mit exquisiten Kaffeebohnen aus Guatemala reihen sich neben Spielotheken und Alt-Berliner Kneipen aneinander. Nirgendwo in Berlin kommen täglich mehr Kulturen zusammen als auf der Sonnenallee in Neukölln. Wir raten euch dringlich dazu hier etwas zu essen! Oft sind es die kleinsten und unscheinbarsten Läden, für die Berliner regelmäßig mehrere Kilometer Fahrt in Kauf nehmen, um in den Genuss orientalischer Speisen zu kommen.

Sonnenallee
Auf Zeitreise – Das Böhmische Dorf in Rixdorf

Von der Sonnenallee ist es nur eine einzige Straße, die wir abbiegen und schon verändert sich alles. Das Böhmische Dorf hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert als zahlreiche Hugenotten und französische Protestanten nach Berlin flüchteten und sich hier ansiedelten. Wir wissen nicht, wie es das kleine Örtchen geschafft hat, aber noch immer herrscht hier eine idyllische Dorfatmosphäre mit wunderschöner Architektur. Bei einem Spaziergang durch die schmalen Gassen, entlang der eingeschossigen Häuser, die mit Rankpflanzen bewuchert sind, fühlt man sich in eine andere Zeit zurückversetzt.

Auch wenn geführte Touren etwas aus der Mode geraten sind, können wir euch die Stadttour „In Rixdorf is‘ Musike“ empfehlen, bei der ihr alles über das mittelalterliche Dörfchen und der Neuköllner Geschichte erfahrt.

Süße Versuchung auf der Karl-Marx-Straße

Wieder ist es nur eine Straße über die wir müssen und schon ist alles anders. Die Karl-Marx-Straße ist Neuköllns Shoppingmeile auf der sich ein Geschäft an das nächste reiht. Auf den engen Bürgersteigen heißt es Ellenbogen ausfahren und rein ins Getümmel. Egal zu welcher Tageszeit, hier ist immer etwas los. Die Geschäfte sind oft alles andere als edel: Krimskrams-Läden mit günstigen Angeboten von Schlauchboot bis Fußballtrikots, bei denen man sich bei der Echtheit nicht ganz sicher ist. Jede Menge Schnellimbisse, Wettbüros und türkische Lebensmittelgeschäfte, in denen es das beste Obst weit und breit gibt. Ein Geschäft zieht uns immer wieder in seinen Bann: Der kleine Feinschmeckerladen „Kumru Kuruyemis“ verfügt berlinweit über eines der besten Sortimente in Sachen (geröstete) Nüsse, Trockenfrüchte und orientalische Süßspeisen. Seltene Sirups, Teekreationen, Gewürze und und und. Und vor allem, der Geruch in diesem Laden..unbeschreiblich!

Türkische Süßspeisen
Wie im italienischen Schaugarten – Körnerpark

Nun geht es zu unserem Lieblingsort in Neukölln! Das kleine Schmuckstück namens Körnerpark ist eine 2,4 Hektar große Grünanlage im neobarocken Stil mit einer Vielzahl an römisch-anmutenden Kübelpflanzen, bewucherten Fassaden und bunt-blühenden Blumen. Ob man sich an den Springbrunnen, auf die gepflegte Liegewiese oder ins schnucklige Zitronencafé auf der Terrasse setzt, eins ist garantiert: Erholung und Ruhe! Wir finden, dass kein anderer Ort die zwei Gesichter im Neuköllner Norden besser darstellt, wie „das kleine Sanssouci„.

In unserem ausführlichen Artikel über den Körnerpark, erfahrt ihr alles weitere.

Neukölln - Zitronencafé im Körnerpark
Das Leben genießen im Klunkerkranich

Wir beenden die Tour mit einem Besuch im neuen, trendigen Neukölln. Der Dachgarten „Klunkerkranich“ präsentiert seit 2013 ein spannendes Angebot aus Gastronomie, Urban Gardening, Live-Konzerten, Floh- und Weihnachtsmarkt und Lesungen auf zwei Floors. Um ihn zu finden müsst ihr auf das oberste Parkdeck der Neukölln Arcaden. Oben angekommen gibt es Bereiche für die ihr ca. 3€ Eintritt bezahlen müsst, das mögen einige etwas happig empfinden, wir finden es lohnt sich! Von der „Strandbar“ bekommt ihr neben wechselnder Mittags- und Abendkarte einen der schönsten Ausblick auf Berlin samt Fernsehturm. Hier genießt man das Leben unter freiem Himmel während die Kleinsten im Sandkasten spielen können und feiert bis tief in die Nacht hinein.

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