Der Südberliner Stadtteil kann alles: Abenteuer und Ruhe, volle Straßen und abgeschiedene Plätze. Er ist der perfekte Mix und deshalb ein beliebter Ort zum Wohnen.

Wir zeigen dir die schönsten Wohlfühlorte, die nicht jeder kennt und an denen du garantiert eine entspannte Zeit haben wirst.

 



Tempelhofer Hafen

Man muss schon etwas suchen, um diesen romantischen Erholungsort zu finden. Direkt am immer-vollen Tempelhofer Damm, neben einem Einkaufscenter, führen Stufen zu einem Binnenhafen hinunter, den man hier absolut nicht erwartet. Im Sommer vertreiben sich Ruhesuchende hier ihre Freizeit und sonnen sich auf den Holzstegen oder den Rasenflächen. Entspannt picknicken mit Aussicht auf Bootsanleger und Entenfamilien, ist hier selbst mitten in der City möglich. Auch bei kalten Temperaturen hat der Binnenhafen des Teltowkanals durchaus seinen Reiz. Wir spazieren dann am liebsten die Promenade entlang, schauen uns die Boote an und erfahren alles wichtige über die Geschichte des Orts auf den Info-Tafeln an den ehemaligen Relikten des Hafens.


Preis
: Kostenlos

Öffnungszeiten: Keine

4 Parks in Einem

Das perfekte Gegenstück zum (manchmal zu) gut besuchten Tempelhofer Feld befindet sich nur einen Kilometer südlich. Es sind gleich vier Parks, die alle nebeneinander liegen und durch Straßen voneinander getrennt sind: Bosepark, Lehnepark, Alter Park und der Franckepark. Keiner von ihnen erlangte jemals große Bekanntheit, ganz im Gegenteil. Hier ist es meist sehr leer, ein paar Jogger streifen durchs Grün, hier und da sieht man Familien auf den Wiesen am See spielen. Für uns vollkommen unverständlich, denn die 4 Geschwister haben so viel zu bieten: Schön angelegte Spazierwege durch naturbelassenes Gelände, große Seen, ein Wildtiergehege mit Damhirschen, große Blumenbeete, Skulpturen und im Bosepark stehen imposante Grabanlagen aus dem 19. Jahrhundert.

Wandern auf der Marienhöhe

Ein weiterer unbekannter Ruheort im Stadtteil Tempelhof: Die Geschichte der Marienhöhe begann am Ende des. 19. Jahrhunderts, als durch Sand- und Kiesabbau bis zu 80 Meter tiefe Gruben entstanden. Das sandige Gebiet war so beeindruckend, dass man hier sogar Filme über Winnetou drehte und es häufig als Drehort für Filme diente, in denen man eine Wüsten-Atmosphäre brauchte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände mit Trümmerschutt befüllt. Der nun über 70 Meter hohe Berg ist heute ein beliebter Rodelhang bei Kindern und das Gebiet eignet sich herrlich zum Wandern und Spazieren. Unser Lieblingsort ist die ehemalige Freilichtbühne in einer der Kiesgruben, in der schon lange keine Stücke mehr aufgeführt werden, aber ein sehr romantisches Plätzchen mit wenig Publikum ist.

Kastanienbaum
Trabrennbahn Mariendorf

Das ist schon eine ganz besondere Atmosphäre, die man hier erlebt. Als absolute Laien dachten wir, dass der Pferderennsport eher aus einer anderen Zeit stammt, aber die Mariendorfer Trabrennbahn veranstaltet noch immer über 100 Rennen jährlich und zählt mit ca. 400.000 Besuchern zur erfolgreichsten Bahn Deutschlands. Das 24 Hektar große Gelände ist von Kastanienbäumen umgeben und hat u.a. eine faszinierende Tribüne, die den Zweiten Weltkrieg schadlos überlebt hat. Sehenswert sind auch die über 30 Stallungen mit teils historischen, aber auch hochmodernen Einrichtungen. Für den kleinen und großen Hunger stehen mehrere Gaststätten mit teils schönem Blick auf die Bahnen bereit. Irgendwie scheint die Zeit in der seit 1913 bestehenden Anlage etwas stehen geblieben und der Sport ist, wie die Einrichtung, etwas in die Jahre gekommen, dennoch ist der Besuch eine spannende Erfahrung.


Preis
: Erwachsene sonn- und feiertags 3€, werktags freier Eintritt. 50% Ermäßigung für Rentner, Azubis/Studenten, Erwerbslose

Skaten auf dem Tempelhofer Feld

Über das Tempelhofer Feld haben andere bereits ausgiebig berichtet. Was jedoch kaum erwähnt wird, ist der 6 Kilometer lange Skater-Weg. Mal ehrlich, haben wir Anfang der 2000er-Jahre nicht alle das Inline-Skating geliebt? Jetzt wird’s Zeit die guten Teile zu entstauben und nach den ersten wackeligen Minuten das Skaten wieder vollends zu genießen. Es gibt kaum einen besseren Ort dafür, denn die Strecke ist frei von Barrieren und hat eine dauerhaft glatte Oberfläche. Bei Rückenwind kommt man auf der ehemaligen Landebahn auf eine ordentliche Geschwindigkeit! Zum Glück sind die Wege breit genug, so dass nichts passieren kann. Der Ausflug könnte seinen krönenden Abschluss mit Fleisch vom Grill im Biergarten Luftgarten bekommen. Klingt schon ziemlich gut, oder? Drum Vorsatz für den jetzigen Sommer: Endlich mal wieder Inline-Skaten!

Tempelhofer Feld - Freizeit auf der Landebahn © Holger Koppatsch
Gemütlich essen in der Kartoffelpfanne

Das Restaurant Kartoffelpfanne serviert bodenständige Hausmannskost ohne viel Firlefanz in gemütlicher Atmosphäre. Wer immer auf der Jagd nach dem neuesten Food-Trend ist und Fotos seiner Teller bei Instagram veröffentlicht, wird hier vermutlich nicht viel Spaß haben. Hier kommt her, wer gerne herzhaft speist und mal wieder Lust auf Küchen-Klassiker wie „Falscher Hase“ und „Arme Ritter“ hat. Wie der Name schon verrät, dreht sich hier alles um den goldenen Erdapfel, aber auch weitere deutsche und mediterrane Gerichte, die auf einer Speisekarte nicht fehlen dürfen. Die Preise sind fair (Hauptspeisen ab 5,50€) und die Mitarbeiter bekannt für ihren freundlichen Service. 

Bratkartoffeln
Entspannen im Volkspark Mariendorf

Wir nehmen für den Volkspark in Mariendorf regelmäßig eine weitere Anreise in Kauf. Irgendwie hat er was. Das Erste, das einem ins Auge fällt ist der große Blümelteich – er ist der Star im Park. Seine Uferstellen sind an sonnigen Tagen von Pärchen und Familien besetzt, die sich bei einem Picknick die hier lebende Schwanenfamilie samt Nachwuchs anschauen. Danach ziehen wir weiter in den Blumengarten und holen uns eine große Portion Entspannung zwischen den knallbunten Beeten ab. Schattige Parkbänke unter großen Eichen mit Blick auf die Modellboote, die übers Wasser schippern. Wir sehen uns im Sommer, du schöner Volkspark.

Volkspark Mariendorf - Blumengarten

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