Das geschichtsträchtige Örtchen Alt-Marzahn im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf zählt zu den ländlichsten Orten Berlins und hat schon einiges auf dem Buckel. Entstanden ist es bereits im Mittelalter, als Marzahn selbst noch ein Dorf war und lange Zeit bevor es im Jahr 1920 nach Berlin eingemeindet wurde. Alt-Marzahn zählt zu den sogenannten Angerdörfern. Dies ist eine Dorfform bei der Häuser und Höfe um einen zentralen Platz, den Anger, angesiedelt sind. Der Anger ist ein wichtiger Ort für die Dorfgemeinschaft: Hier trifft man sich zum Plausch, spielt oder entspannt sich auf dem Grasplatz oder feiert Dorffeste.

Leben wie in einer Filmkulisse

In Alt-Marzahn sind die Uhren längst stehen geblieben – oder seit der Entstehung nie losgelaufen. Umgeben von den Marzahner Plattenbausiedlungen leben die Bewohner hier in absoluter Ruhe und dörflichem Charme – ein spannender Kontrast. Bei einem Spaziergang über die kopfsteinbepflasterten Straßen läuft man an flachen Häusern mit teils holzvertäfelten Fensterläden vorbei. Trotz des Alters wirkt hier nichts altbacken. Stattdessen erkennt man die liebevolle Pflege, die man in den Erhalt dieses Ortes steckt.

Auf dem Anger fallen direkt zwei Bauwerke ins Auge: Zum einen ist das die neugotische Dorfkirche Marzahn aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirche aus Backstein ist mit knapp 28 Metern Höhe und dem ansprechenden Innenraum ein wahres Schmuckstück. Nach wie vor finden hier Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde statt. Das zweite Gebäude ist das ehemalige Dorfschulhaus aus dem Jahr 1911. Bis in die späten 70er Jahre wurde in dem zweigeschossigen Gebäude unterrichtet und gelehrt. Heute hat das kostenfreie Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf hier seinen Standort. Bei einem Ausflug nach Alt-Marzahn ist der Blick in das informative Museum ein absoluter Pflichtbesuch.

Kekse backen in der historischen Windmühle

Ein Highlight, insbesondere wenn man Alt-Marzahn mit Kindern besucht, ist der Tierfhof Marzahn. Der kleine Hof präsentiert traditionelle Landwirtschaft und widmet sich dem Erhalt gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Neben Enten, Kaninchen, Ponys und Ziegen begeistern den Besucher vor allem die Alpakas. Schon während eures Kurzurlaubs auf dem Tierhof werdet ihr die große Windmühle im Hintergrund bemerkt haben. Die Marzahner Bockwindmühle ist noch immer aktiv und produziert auf dem technologischen Stand von 1900. Die Mühle und ihre interessante Geschichte kann bei einer Führung erlebt werden, inklusive dem Backen eigener Kekse. Weitere Informationen bekommt ihr auf der offiziellen Homepage.

 

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